Pflege Bahr Test 2017

Bezüglich der Pflegeversicherung steht es ähnlich, wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung: Es zeigt sich immer deutlicher, dass im Falle einer Pflegebedürftigkeit den meisten Menschen die finanzielle Rücklagen fehlen, um Leistungen zur Pflegekasse anteilig zu bezahlen. Pflege Bahr soll hierbei Abhilfe schaffen. Es wird nicht nur staatlich bezuschusst, sondern es soll ebenso die Lücken schließen. Sowohl Stiftung Warentest als auch der Spiegel haben Absicherung bewertet und einen Pflege Bahr Test unternommen.

Sollte eine Pflegebedürftigkeit im Alter entstehen übernimmt der Staat maximal 1.550 Euro für ein Pflegeheim. Die monatlichen Kosten für eine solche Einrichtung belaufen sich aber auf mindestens 3.550 Euro. Diese Kosten müssen gedeckt werden. Eine private Pflegeversicherung kann Ihnen helfen.

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Pflege Bahr Test 2017

Pflege Bahr Test 2017

Pflege Bahr Test 2017

Die meisten wissen eigentlich gar nicht, was Pflege Bahr genau bedeutet. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Pflegezusatzversicherung, die am 29 Juni 2012 von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Ähnlich wie die Riester-Rente wird auch das Pflege Bahr vom Staat bezuschusst. Deshalb wird sie auch oft als „Pflege-Riester“ bezeichnet. Sie enthält bestimmte Mindestleistungen und gewinnt seit ihrer Verabschiedung immer mehr Beliebtheit. Bis Mitte 2013 wurden mehr als 125.000 Verträge zum Pflege-Bahr abgeschlossen. Die Tendenz ist steigend. Mehr zur Pflegeversicherung, die Testsieger und weitere Anbieter auch auf diesem Beitrag zum Lesen, wenn Sie mögen.

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Wie sie vom Staat bezuschusst wird

Das Pflege-Bahr wird vom Staat mit fünf Euro pro Monat bezuschusst. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Versicherte selbst mindestens 10 Euro hinzuzahlt. Unter diesen Voraussetzungen ist die Zusatzversicherung bislang heftig kritisiert worden. Rechnungsbeispiele der Bundesregierung haben jedoch ergeben, dass sofern junge Menschen die Versicherung abschließen, sie im Falle einer Pflegebedürftigkeit in jedem Fall ausreichend abgedeckt sind. Leider kommt die Pflege-Bahr Versicherung für viele Ältere zu spät, so dass hier wieder Lücken entstehen.

Die Versicherung im Test

Die Stiftung Warentest unternahm im Jahr 2013 einen letzten Test zu den aktuellen Pflege-Bahr Tarifen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Tarife so gestrickt sind, dass selbst wenn ein Pflegefall vorliegt, noch immer finanzielle Lücken entstehen, die der Versicherte aus eigener Tasche zahlen muss. Zudem sind die Tarife so strukturiert, dass bei Pflegebedürftigkeit die Beiträge weiterhin gezahlt werden müssen. Demnach fielen die meisten Bewertungen äußerst mangelhaft aus. Hier besteht Verbesserungsbedarf, an welcher die Regierung bereits arbeitet.

Ein Beispiel für den Test

Die Stiftung Warentest nahm einen 45 Jahre alten Musterkunden. Dieser zahlte bei vielen Versicherungen 55 Euro für seine Pflegeversicherung. Schloss er dagegen Pflege-Bahr ab, kamen etwa 10 bis 16 Euro pro Monat zusammen. Wichtig ist dabei allerdings, die jeweiligen Leistungen des Versicherers unter die Lupe zu nehmen, um später keinerlei Defizite verzeichnen zu müssen. Denn nur wenn die Leistungen stimmen, ist der Abschluss einer Pflege-Bahr Versicherung auch wirklich sinnvoll. Weitere Anbieter finden Sie auch auf dieser Seite. 

Wer die Versicherung anbietet

Da die Pflege-Bahr Versicherung in allen Altersgruppen beliebt zu sein scheint, haben zahlreiche Versicherer diese nun auch in ihrem Portfolio. Nachfolgend nehmen wir die jeweiligen Tarife der Debeka, Signal Iduna und DFV in Augenschein. So kann sich jeder selbst ein Bild machen. Selbstverständlich gibt es noch andere Versicherungen, die ebenfalls Pflege-Bahr anbieten. Die genannten Versicherungen sind jedoch ein gutes Beispiel, wie ein Pflege-Bahr Tarif in der Praxis aussehen könnte.

Der Tarif der Debeka

Die Debeka besitzt einen äußerst guten Leumund. In ihrem Tarif für Pflege-Bahr erhält der Kunde die fünf Euro der staatlichen Hilfe und die gleichen Leistungen, wenn eine vollstationäre, teilstationäre oder häusliche Pflege erforderlich wird. In der Pflegestufe I erhält der Kunde bis zu 35 Prozent des vereinbarten Pflegegeldes. Bei Pflegestufe II sind es 70 Prozent, bei Pflegestufe III sogar 100 Prozent. Als Voraussetzung muss der Kunde in der sozialen Pflegeversicherung versichert sein und darf im Vorfeld keinerlei derartige Leistungen in Anspruch genommen haben.

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Die Leistungen der DFV

Die DFV bietet einen Tarif, der die gesetzliche Pflegeversicherung ergänzt. Dazu bietet die Deutsche Familienversicherung drei Tarife, zwischen denen man sich entscheiden kann. Diese sind: DFV-FörderPflege, DFV-DeutschlandPflege und die DFV-Kombipflege. Letztere besteht aus den beiden vorgenannten Tarifen, die in Kombination angeboten werden. Je nach Tarif erfolgt eine Sofortleistung von bis zu 10.000 Euro im Falle einer Pflegebedürftigkeit, ab dem DFV-DeutschlandPflege Tarif entfällt sogar eine 5-jährige Wartezeit.

Das Pflege-Bahr von der Signal Iduna

Die Signal Iduna ist mit zwei Tarifen ausgestattet, die man als Zusatzversicherung in Anspruch nehmen kann. Wie bei der Debeka zahlt die Signal Iduna je nach Pflegestufe bis zu 100 Prozent der Pflegegelder. Außerdem bietet sie ausreichenden Schutz bei Demenz, eine Beitragsbefreiung ab Pflegestufe III und eine Auszahlung von 3 Pflegegeldern als Einmalleistung. Die gehobenen Leistungen sind mit dem PflegeBahrPLUS Tarif erhältlich. Der Fördertarif darunter kostet weniger, ist aber auch mit weniger Leistungsumfang ausgestattet.

Die Höhe der jeweiligen Beiträge

Die Höhe der Beiträge ist jeweils vom Alter der Anmeldung abhängig. Bei der Debeka zahlt ein 30 Jahre altes Mitglied 10 Euro pro Monat, mit 40 Jahren sind es 12,52 Euro. Bei der DFV sind es im Alter von 30 Jahren ebenfalls 10 Euro, ein 40-jähriger trägt gerade einmal 0,98 Euro mehr. Als Beispiel für die Signal Iduna diente ein 32 Jahre alter Neukunde, der bei der Wahl des Grundtarifs 10 Euro zahlt, beim Vollkaskoschutz steigt der monatliche Beitrag auf 24,00 Euro. Jeder der Tarife hat sein Für und Wider, weswegen es wichtig ist, sich im Vorfeld zu informieren.

Weitere Einflüsse auf den Beitrag

Beim Pflege-Bahr hat nicht nur das Alter eine maßgebliche Einwirkung auf den monatlichen Beitrag. Hinzu kommt ebenfalls die Höhe des Tagegeldes. Viele Anbieter bieten Angebote bis zu 150 Euro pro Tag an. Richtig ist jedoch, dass je jünger der Kunde ist, desto günstiger wird es für ihn. Daher ist es empfehlenswert, sich bereits beim Berufseinstieg abzusichern, so dass später im Alter, wenn es dann doch einmal zum Pflegefall kommt, genügend Geld angesammelt wurde. Dennoch bleibt die Versicherung Pflege-Bahr an sich eine freiwillige Angelegenheit.

Die Beliebtheit bleibt auch für 2016 stabil

Auch im Jahr 2016 bleibt die Beliebtheit der Pflege Bahr Versicherung weiterhin stabil. Innerhalb der letzten Jahre haben die jeweiligen Versicherungen an ihren Tarifen gearbeitet und bieten gute Tarife an, sofern man bereit ist, eine etwas höhere Prämie in Kauf zu nehmen. Fakt ist auch, dass immer mehr junge Menschen Interesse an der staatlich geförderten Variante zeigen, weswegen es für die Zukunft absehbar ist, dass Pflege Bahr sich auch in den folgenden Jahren weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

Pflege Bahr Test 2017

Ein Pflege Bahr Test war im Jahr 2013 noch sehr stark in der Kritik. Die Versicherungen arbeiten jedoch weiterhin an ihren Konzepten, wie sich auf der jeweiligen Homepage abzeichnet. Als Zusatz zur regulären Pflegeversicherung ist sie eine gute Alternative, wenn man sich selbst absichern möchte und im Pflegefall Leistungen beanspruchen will, die einem bei der gesetzlichen womöglich verwehrt bleiben. Wichtig ist es jedoch, sich im Vorfeld eingehend zu informieren und die Tarife immer unter die Lupe zu nehmen.

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