Pflegeversicherung Zuschuss vom Staat

Die Pflegeversicherung mit Zuschuss vom Staat ist seit Jahren eine heiß diskutierte Konzeption, die auch als Pflege-Bahr oder Pflege-Riester bekannt ist. Das mehr Mühe in die Pflege gesteckt werden muss, beweisen seit einigen Jahren diverse Berichte und Tests. Der Zuschuss wird jedoch von den meisten, die sich keine reguläre Pflegezusatzversicherung leisten können, noch häufig als Grund angegeben, warum sie sich für Pflege-Bahr entscheiden. 

Sollte eine Pflegebedürftigkeit im Alter entstehen übernimmt der Staat maximal 1.550 Euro für ein Pflegeheim. Die monatlichen Kosten für eine solche Einrichtung belaufen sich aber auf mindestens 3.550 Euro. Diese Kosten müssen gedeckt werden. Eine private Pflegeversicherung kann Ihnen helfen.

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Die Definition von Pflege-Bahr

Pflegeversicherung Zuschuss vom Staat

Pflegeversicherung Zuschuss vom Staat

Das Modell Pflege-Bahr wurde im Jahr 2012 entwickelt und ist seit 2013 ein beliebtes Versicherungsmodell, das die staatliche Förderung dazu nutzt, um ein Budget zur Pflege zu schaffen. Man bezeichnet diese Versicherung auch als Pflegetagegeldversicherung. Die staatliche Förderung: 5 Euro pro Monat bei einem Mindestbeitrag von 10 Euro. Die Pflegetagegeldpolice ist zudem an diverse Mindestleistungen gebunden, die unbedingt eingehalten werden müssen. Bis Mitte 2013 wurden bereits mehr als 125.000 Verträge abgeschlossen.

Voraussetzungen für den Erhalt der staatlichen Förderung

Neben dem Mindestbetrag von 10 Euro pro Monat sind noch ein paar andere Voraussetzungen zu erfüllen, um einen Anspruch auf die staatliche Förderung zu erhalten. Diese sind:

  • Versicherungsnehmer dürfen durch Kontrahierungszwang nicht abgelehnt werden
  • Abschluss- und Verwaltungskosten sind per Gesetz geregelt
  • ALG II- und Sozialhilfeempfänger dürfen die Verträge möglicherweise ruhen lassen
  • die maximale Wartezeit darf nicht mehr als fünf Jahre betragen

Bevor Sie sich für eine Versicherung entscheiden, überprüfen Sie die genannten Punkte, um auf der sicheren Seite zu sein. Andernfalls können sich immer wieder Schwierigkeiten ergeben, wenn die Versicherung irgendwann einmal in Anspruch genommen wird.

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Leistungen bei Pflege-Bahr

Wie hoch die Leistungen der jeweiligen Versicherung ausfallen, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Es gibt jedoch einige Versicherer, die mehr bieten als andere. So liegen beispielsweise beim Deutschen Ring und der Signal die Leistungen innerhalb der Pflegestufe II bei 70 Prozent. Beeinflussende Wirkung hat währenddessen eine positive Gesundheitsprüfung. sie bringt eine Steigerung von bis zu 20 Prozent bezüglich der Leistungen. Fakt ist, dass jede Versicherung bei Pflegestufe III bis zu 100 Prozent Leistung bringt. Eine kleine Übersicht zu denen, die mehr bieten:

  • BBKK: bietet bei Pflegestufe 0 schon 20 Prozent, statt der typischen 10.
  • Barmenia: greift bei Pflegestufe II mit 60 Prozent, statt 30.
  • Deutscher Ring: bringt es bei Pflegestufe II mit 70 Prozent
  • Huk-Coburg: erhöhte Leistung bei Pflegestufe II (60 Prozent)
  • LVM: auch hier sind die 60 Prozent stark in Pflegestufe II
  • Signal: Pflegestufe 2 wird mit 70 Prozent Leistung belohnt, Pflegestufe 1 sogar mit 30 Prozent

Verbesserungen seit 1. Januar 2015 (Stand 2017)

Seit dem 1. Januar 2015 gelten im Bereich Pflege-Bahr ein paar Pflegeleistungsverbesserungen. Sie wurden von der Regierung angepasst, das System der Pflegestufen erheblich verbessert. Die Demenz wurde jetzt extra mit in die Einstufung der Kategorien eingebunden. Dazu kommt das erhöhte Pflegegeld und die weiteren Ansprüche auf Pflegesachleistungen. Beim Bundesministerium für Gesundheit ist ein frei erhältliches Prospekt mit sämtlichen Informationen erhältlich. Den Link finden Sie im Anschluss in den Quellenangaben. Nützliche Infos:

Lohnt sich Pflege-Bahr eigentlich

2015 erfolgte der letzte Test der Stiftung Warentest zum Thema der privaten Pflegeversicherung. Die staatlich geförderten Pflegegeldtarife wurden damals scharf in die Kritik genommen. Größtenteils empfahl das Institut die Versicherungspolicen nicht und auch in den Medien keimt in letzter Zeit immer wieder die Vermutung auf, dass die angebotenen Versicherungen nicht das bringen, wofür man sie eigentlich abgeschlossen hat. Jedoch kommt es hierbei immer darauf an, wie die eigenen Lebensumstände sind und was man daraus macht.

Alternative private Pflegeversicherung

Im Bereich der privaten Pflegeversicherung gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen, die man zum Pflege-Bahr abschließen kann. Sofern der Gesundheitstest positiv ausfällt und man noch relativ jung ist, lohnt es sich in jedem Fall, die hier verfügbaren Tarife zu vergleichen. Hilfreich dabei können auch Pflegeversicherung Vergleichsrechner sein, die einem gleich ausrechnen, wie viel man im Falle einer Pflegebedürftigkeit erhält. Beim Verbraucherschutz als auch in diversen Internet-Tests erhält man einen guten Überblick zu den verfügbaren Möglichkeiten.

Pflegeversicherung Zuschuss vom Staat- Lücke möglichst früh schließen

Wenn erst einmal eine Pflegestufe erreicht ist, gibt es oft keine Möglichkeit der Vorsorge mehr. Daher ist es wichtig, sich in punkto Pflege so früh wie nur möglich zu informieren. Die Optionen für den staatlichen Zuschuss sind zwar gegeben, doch häufig sind die Leistungen relativ niedrig. Eine private Pflegeversicherung ist in jedem Fall empfehlenswert, weswegen ein Vergleich im Vorfeld hilfreich sein kann. Denn dass es Lücken gibt, wissen wir spätestens seit ein paar Jahren durch die Berichte zahlreicher Medien. Hier gelangen Sie zum Pflegeversicherung Test.

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